Projekt mit Oblivia
dreaming turtles
05.11. + 06.11. | 20:00 | Gare du Nord
In einer vielleicht nicht allzu fernen Zukunft ist die Ära der Menschheit auf diesem Planeten vorbei und stattdessen durchstreifen Schildkröten – langsam, freundlich, uralt – die Erde und die Meere. Würden sie von diesen seltsamen Primaten träumen, die einst Menschen genannt wurden und ihre Chance auf dieser Welt hatten, aber so kläglich versagten?
Seit 2024 arbeitet die in finnische Kompanie Oblivia mit und an Ideen, Visionen und Konzepten des Anthropozäns und entwickelt im Rahmen ihres Turn Turtle Turn-Zyklus experimentelle Musiktheaterarbeiten. Die „Turtle“-Produktionen wurden auf großen europäischen Plattformen und Festivals wie der Münchner Biennale oder der Sommerszene Salzburg gezeigt. Den Abschluss dieses Arbeitsyklus‘ macht das neue Stück „Dreaming Turtles“, in dem die vier Darsteller genau das werden – träumende, schwebende, tanzende und singende Schildkröten.
Bekannt für ihre spezifische Visualität und atmosphärischen Stücke, in denen sie einen minimalistischen Ansatz für Bühne und Setting mit den großen Fragen und Phänomenen der Menschheit verbinden, macht sich Oblivia erneut daran, aus Bewegung, Worten, Liedern und Rhythmen eine ganze Welt zu erschaffen: pointiert und spielerisch, bisweilen hochkomisch und an der Grenze zum Absurden.
Ein weiteres Mal kongenial musikalisch umgesetzt durch die atmosphärischen Kompositionen und komplexen musikalischen Landschaften der mehrfach ausgezeichneten Komponistin Yiran Zhao, entsteht „Dreaming Turtles“ als Gemeinschaftsproduktion mit dem Schweizer Ensemble KlangLab, das Teil des Live-Bühnengeschehens wird. Im Schaffensprozess entwickeln die KlangLab-Musikerinnen und -Musiker, die für ihre experimentellen Musikprojekte bekannt sind, gemeinsam mit dem Oblivia-Kernteam ein gemeinsames Universum auf der Bühne, das aus Klang und körperlichen Aktionen gleichermaßen erwächst und beide Ebenen eng miteinander verwebt. In der gemeinsamen Arbeit laden uns Oblivia und KlangLab in eine Welt ein, die etwas von der Gelassenheit und – in Oblivias Herangehensweise – Verspieltheit zurückbringt, die die Erde zuletzt kannte, bevor die Menschen auftauchten – und vielleicht wieder kennenlernen wird, wenn wir verschwunden sind… .
„Dreaming Turtle“ ist dabei jedoch bei weitem kein düsteres Stück, denn in der träumerischen, fantasievollen Lebenseinstellung, die die Schildkröten mit uns teilen, liegt ein Funken Hoffnung, der für die Menschheit noch immer schimmert: die Möglichkeit und das Versprechen, das in Gemeinschaft und Mitgefühl liegt.
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dreaming turtles
05.11. + 06.11. | 20:00 | Gare du Nord
In einer vielleicht nicht allzu fernen Zukunft ist die Ära der Menschheit auf diesem Planeten vorbei und stattdessen durchstreifen Schildkröten – langsam, freundlich, uralt – die Erde und die Meere. Würden sie von diesen seltsamen Primaten träumen, die einst Menschen genannt wurden und ihre Chance auf dieser Welt hatten, aber so kläglich versagten?
Seit 2024 arbeitet die in finnische Kompanie Oblivia mit und an Ideen, Visionen und Konzepten des Anthropozäns und entwickelt im Rahmen ihres Turn Turtle Turn-Zyklus experimentelle Musiktheaterarbeiten. Die „Turtle“-Produktionen wurden auf großen europäischen Plattformen und Festivals wie der Münchner Biennale oder der Sommerszene Salzburg gezeigt. Den Abschluss dieses Arbeitsyklus‘ macht das neue Stück „Dreaming Turtles“, in dem die vier Darsteller genau das werden – träumende, schwebende, tanzende und singende Schildkröten.
Bekannt für ihre spezifische Visualität und atmosphärischen Stücke, in denen sie einen minimalistischen Ansatz für Bühne und Setting mit den großen Fragen und Phänomenen der Menschheit verbinden, macht sich Oblivia erneut daran, aus Bewegung, Worten, Liedern und Rhythmen eine ganze Welt zu erschaffen: pointiert und spielerisch, bisweilen hochkomisch und an der Grenze zum Absurden.
Ein weiteres Mal kongenial musikalisch umgesetzt durch die atmosphärischen Kompositionen und komplexen musikalischen Landschaften der mehrfach ausgezeichneten Komponistin Yiran Zhao, entsteht „Dreaming Turtles“ als Gemeinschaftsproduktion mit dem Schweizer Ensemble KlangLab, das Teil des Live-Bühnengeschehens wird. Im Schaffensprozess entwickeln die KlangLab-Musikerinnen und -Musiker, die für ihre experimentellen Musikprojekte bekannt sind, gemeinsam mit dem Oblivia-Kernteam ein gemeinsames Universum auf der Bühne, das aus Klang und körperlichen Aktionen gleichermaßen erwächst und beide Ebenen eng miteinander verwebt. In der gemeinsamen Arbeit laden uns Oblivia und KlangLab in eine Welt ein, die etwas von der Gelassenheit und – in Oblivias Herangehensweise – Verspieltheit zurückbringt, die die Erde zuletzt kannte, bevor die Menschen auftauchten – und vielleicht wieder kennenlernen wird, wenn wir verschwunden sind… .
„Dreaming Turtle“ ist dabei jedoch bei weitem kein düsteres Stück, denn in der träumerischen, fantasievollen Lebenseinstellung, die die Schildkröten mit uns teilen, liegt ein Funken Hoffnung, der für die Menschheit noch immer schimmert: die Möglichkeit und das Versprechen, das in Gemeinschaft und Mitgefühl liegt.

Gegründet im Jahr 2000 in Helsinki, entwickelt die Kompanie Oblivia seit über 25 Jahren Performances aus Bewegung, Tanz, Sprache, Klang, Licht und Geste. Die Arbeiten der Kompanie um die beiden Gründungsmitglieder Annika Tudeer (Künstlerische Leitung) und Timo Fredriksson zeichnen sich durch eine unverwechselbare Mischung aus spielerischer Beiläufigkeit, abgründigem Humor und gedanklicher Tiefe aus: ganz große Fragestellungen des Menschseins – von unserer ewigen Sucht nach Unterhaltung über menschliche Obsessionen als Triebfedern bis zur Klimakrise–werden im stets minimalistischen Bühnenraum mit leichter Hand thematisiert. Gerade diese besondere Atmosphäre macht Oblivias Stücke zugleich vielschichtig und unmittelbar zugänglich.
Längst hat sich Oblivia als eigenständige Stimme in der europäischen Performance-Szene etabliert. Die Kompanie hat eine spezifische Arbeitsweise entwickelt, die von Offenheit und kollaborativem Denken geprägt ist – jede Produktion wird dabei als gemeinsame Reise ins Ungewisse verstanden.
In den vergangenen Jahren haben sich Oblivias Arbeiten verstärkt dem Musiktheater zugewandt, angefangen mit „Verdrängen Verdrängen Verdrängen“ (2020) oder der Noperas!-Produktion „Obsessions“ (2022), bis hin zu Arbeiten aus dem „Turn Turtle Turn Zyklus“. „Do what you saw“, das Arbeitsprinzip der Oblivia-Working Group, zu der alle Teammitglieder der unterschiedlichen Gewerke gleichberechtigt gehören, wurde dabei um „Do what you hear“ erweitert: Klang und Handlung werden in höchster Präzision miteinander verschränkt und auf mehreren Ebenen miteinander verwoben. Mit „Verdrängen Verdrängen Verdrängen“ begann zudem eine enge Zusammenarbeit mit der Komponistin Yiran Zhao, deren akustische und elektronische Kompositionen sowie Sounddesigns Oblivias musiktheatralen Arbeiten zusätzliche Formkraft und Dynamik verleihen.
https://oblivia.fi/
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Längst hat sich Oblivia als eigenständige Stimme in der europäischen Performance-Szene etabliert. Die Kompanie hat eine spezifische Arbeitsweise entwickelt, die von Offenheit und kollaborativem Denken geprägt ist – jede Produktion wird dabei als gemeinsame Reise ins Ungewisse verstanden.
In den vergangenen Jahren haben sich Oblivias Arbeiten verstärkt dem Musiktheater zugewandt, angefangen mit „Verdrängen Verdrängen Verdrängen“ (2020) oder der Noperas!-Produktion „Obsessions“ (2022), bis hin zu Arbeiten aus dem „Turn Turtle Turn Zyklus“. „Do what you saw“, das Arbeitsprinzip der Oblivia-Working Group, zu der alle Teammitglieder der unterschiedlichen Gewerke gleichberechtigt gehören, wurde dabei um „Do what you hear“ erweitert: Klang und Handlung werden in höchster Präzision miteinander verschränkt und auf mehreren Ebenen miteinander verwoben. Mit „Verdrängen Verdrängen Verdrängen“ begann zudem eine enge Zusammenarbeit mit der Komponistin Yiran Zhao, deren akustische und elektronische Kompositionen sowie Sounddesigns Oblivias musiktheatralen Arbeiten zusätzliche Formkraft und Dynamik verleihen.
https://oblivia.fi/
