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Projekt mit Étienne Jacobée und Bertrand Gourdy
14.05. + 15.05. | 20:00 | Projektraum M54
Étienne Jacobée, geboren 1964, lebt und arbeitet in Chantilly im Departement Oise.

Er bildet sich auf Reisen weiter, auf der Suche nach Erfahrungen und Arbeitsweisen, die seiner Forschung im Bereich der Bildhauerei entsprechen, wobei er sich vor allem der Arbeit mit Metall und Holz sowie der Zeichnung widmet, aber auch der Entdeckung von Künstlern und Orten, die ihn beeinflussen.

So etwa in Italien, am Europäischen Zentrum für die Restaurierung des architektonischen Erbes in Venedig, im Rahmen eines Studiums der Architektur und Kunstgeschichte, oder auch in Afrika, in Togo, wo er mit Schmieden aus Sokodé zusammenarbeitet. Er kehrt tief beeindruckt von der Lehmarchitektur der Termitenhügel, dem Rot des Laterits und der üppigen Vegetation zurück.

1989 entdeckt er die Skulpturen von Dominique Labauvie, der damals von der Galerie Maeght vertreten wurde, was einen Wendepunkt in seiner bildhauerischen Forschung markiert, und beschäftigt sich unter anderem mit den Werken von Anthony Caro, Eduardo Chillida, Alain Kirili, Richard Serra und Andy Goldsworthy.

Er hat zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen sowie mehrere öffentliche Aufträge realisiert und konnte sich auf Texte von Kritikern und Kunsthistorikern wie Emmanuel Daydé, Gérard-Georges Lemaire, Christian Noorbergen oder Colin Lemoine über sein Werk stützen. Die Welt seines Ateliers war Gegenstand eines Films von Clovis Prévost, dem ehemaligen Leiter der Filmabteilung der Galerie Maeght.


Bertrand Gourdy studierte Schlagzeug am Königlichen Konservatorium in Brüssel und anschließend an der Musikakademie Basel in der Klasse von Christian Dierstein. Derzeit arbeitet er an seiner Doktorarbeit an der Universität Basel, die sich mit der Analyse von Lernprozessen im Schlagzeugunterricht befasst, und setzt gleichzeitig sein Kompositionsstudium bei Martin Moulin in Frankreich fort.

In den Jahren vor seinem Musikstudium studierte er zunächst Literaturwissenschaft und erwarb anschließend einen Bachelor-Abschluss in Geschichte an der Universität Rennes, bevor er ein Jahr lang Internationale Beziehungen und Politische Geschichte in Leipzig studierte.

Seine Kompositionen wurden in Paris, Berlin, Genf, Basel und Darmstadt aufgeführt. Er erhielt unter anderem Aufträge vom Ensemble Offrandes (Le Mans), von der Musikakademie Basel und von der Hochschule für Musik Freiburg. Zusammen mit Kommilitonen aus Basel gründete er das Ensemble Klanglab (CH). Er ist zudem Mitglied der Ensembles Impact (FR) und Rituais (Bretagne).

Als Interpret nahm er 2016 an der Festivalakademie Luzern sowie 2016 und 2018 am Darmstädter Sommerkurs teil. Darüber hinaus arbeitet er regelmässig mit Ensembles für zeitgenössische Musik in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich zusammen.

Schließlich studierte er Jazz-Vibraphon bei Lester Menezes am Jazz-Campus Basel und tritt regelmäßig mit dem Duo Gender Wayang auf, einem Ensemble für balinesische Musik für das Schattentheater.





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